Friedrich Merz und die Frage nach dem politischen Ruhestand
Das Rentenalter taugt als Pointe, aber kaum als seriöser Maßstab für politische Leistung. Kompetenz verschwindet nicht automatisch mit dem siebzigsten Geburtstag, genauso wenig garantiert Jugend frische Ideen.
Bei Friedrich Merz darf Kritik scharf sein, sie sollte jedoch Entscheidungen, Stil und Ergebnisse treffen. Wer bloß das Geburtsjahr verspottet, verschenkt das bessere Argument und macht Satire bequem. Entscheidend ist, ob jemand Verantwortung überzeugend ausfüllt, nicht welches Datum im Pass steht. Ist Alterskritik wirklich mutig, wenn konkrete politische Kritik viel treffender wäre?
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