Gute Vorsätze brechen: Warum bis Neujahr damit warten?
Disziplin wird völlig überschätzt, wenn man beim Aufgeben wenigstens schneller ist als alle anderen. Die Pointe dreht das übliche Jahreswechselritual herrlich frech um und macht aus frühem Scheitern beinahe eine Form von Effizienz.
Gute Vorsätze bekommen dadurch ein Ablaufdatum, noch bevor Silvester überhaupt näher rückt. Das ist selbstironisch, bequem und erstaunlich konsequent, denn wer seine Schwächen kennt, spart sich wenigstens feierliche Selbsttäuschung.
Ist vorzeitiges Aufgeben vielleicht ehrlicher als dieselben großen Versprechen jedes Jahr wieder aufzuwärmen?
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